
Beim gemeinsamen Fischessen der SPD-Ortsvereine Landshut-Stadt und Altdorf stand nicht nur die Tradition im Mittelpunkt, sondern vor allem die politische Debatte.
Wahlen

Beim gemeinsamen Fischessen der SPD-Ortsvereine Landshut-Stadt und Altdorf stand nicht nur die Tradition im Mittelpunkt, sondern vor allem die politische Debatte.
Zahlreiche Gäste und Ehrengäste waren der Einladung gefolgt. In den Redebeiträgen von Ruth Müller, Patricia Steinberger und Hans Wagner wurde deutlich: Der Abend entwickelte sich zu einer klaren politischen Standortbestimmung im Vorfeld der Kommunalwahlen.
Die Landratskandidatin und Landtagsabgeordnete Ruth Müller zeichnete in ihrer Rede ein Zukunftsbild für die Region. Nach einer kurzen Einordnung der politischen Angebote von CSU und Freien Wählern stellte sie ihr Leitmotiv vor: „Vision für Morgen – gemeinsam die Region gestalten.“ Stadt und Landkreis müssten stärker zusammengedacht werden, betonte Müller. Besonders bei den Krankenhäusern sprach sie sich klar für den Erhalt aller fünf Standorte aus, verband dies jedoch mit einem Gestaltungsanspruch: „Es reicht nicht, Standorte nur zu sichern. Wir müssen sie weiterentwickeln – für die Beschäftigten und für die Menschen in unserer Region.“ Angesichts der wachsenden Bevölkerung müsse zudem geprüft werden, welche medizinischen Angebote fehlten.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Rolle der Hochschule. Die Innovationskraft von Studierenden und Professor:innen müsse stärker für die Region genutzt werden. Wirtschaftspolitik sei „Chefsache“ im Landkreis, so Müller: „Wir brauchen die enge Kooperation von Unternehmen, Beschäftigten und Wissenschaft, damit Landshut auch künftig ein starker Standort für gute Arbeitsplätze bleibt.“ Auch bei der Energiewende warb sie für eine aktive Gestaltung der Zukunft des Areals des Atomkraftwerks Niederaichbach. Deutliche Worte fand Müller schließlich zur Sozialpolitik: Einsparungen dürften nicht zulasten der Schwächsten gehen. „Wenn der Wind rauer wird, dürfen es nicht zuerst Kinder, Jugendliche und sozial Benachteiligte spüren.“
Oberbürgermeisterkandidatin Patricia Steinberger knüpfte in ihrer Rede an regionale Themen an und richtete den Blick auf die Stadtpolitik. Zur Fusion der Kliniken erklärte sie, der Grundstein sei gelegt, doch es liege noch viel Arbeit vor den Verantwortlichen. Die SPD habe diesen Schritt lange gefordert. Gleichzeitig übte sie Kritik am politischen Kurs der CSU. „Im CSU-Programm steht: Wir wollen, wir wollen, wir wollen. Ich sage: Sie hätten gekonnt.“ Steinberger verband ihre Analyse mit pointierten Beobachtungen zum Wahlkampf und mahnte eine neue politische Kultur an.
Mit Blick auf den Zustand städtischer Infrastruktur – von Schulen bis hin zu öffentlichen Einrichtungen – sprach Steinberger von einem deutlichen Handlungsbedarf. Fördermittelankündigungen allein reichten nicht aus. „Wer eine andere Politik will, muss am Wahltag die richtigen Entscheidungen treffen.“ Ihr Appell fiel klar aus: „Wir brauchen weder Selbstdarsteller noch Komödianten. Wir brauchen Menschen mit gesundem Menschenverstand und dem Herz am richtigen Fleck.“ Die Gäste reagierten mit spürbarer Zustimmung auf die kämpferischen Töne.
Bürgermeisterkandidat Hans Wagner stellte in seinem Beitrag die kommunalpolitischen Herausforderungen für Altdorf in den Vordergrund. Der anhaltende Zuzug, steigender Mietdruck und der Hochwasserschutz seien zentrale Zukunftsfragen. „Wir müssen Wachstum verträglich organisieren und ehrlich über Entwicklungshemmnisse sprechen“, betonte Wagner. Besonders kritisch bewertete er die Diskussion um den Hochwasserschutz: Hier brauche es strategisches Denken und transparente Kommunikation.
Darüber hinaus hob Wagner den Dienstleistungsgedanken in der Verwaltung hervor. Bürger:innen benötigten Unterstützung und Begleitung statt Zuständigkeitsdebatten. Auch die solide finanzielle Lage Altdorfs gelte es zu sichern, insbesondere durch eine aktive Wirtschaftspolitik. Als weiteres Ziel nannte Wagner eine stärkere Beteiligung junger Menschen, etwa durch einen Jugendbeirat mit Rederecht im Gemeinderat. Sein Fazit fiel selbstbewusst aus: „Wir haben einen klaren Plan für Altdorf.“
Im weiteren Verlauf des Abends stellte Vincent Hogenkamp die Stadtratsliste der Landshuter SPD vor und betonte die Mischung aus erfahrenen Mandatsträgern, jungen Kandidat:innen und Zugezogenen. Ziel sei es, die Präsenz der SPD im Stadtrat deutlich auszubauen. Abschließend präsentierte Hans Wagner die Liste „SPD – Parteilose Wähler“ für Altdorf.
Das Fischessen bot damit nicht nur traditionelles Beisammensein, sondern eine lebendige politische Debatte – mit klaren Botschaften, unterschiedlichen Akzenten und einer spürbaren Aufbruchsstimmung.
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